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Was sind Virtual, Augmented und Mixed Reality?

 

Virtual Reality (VR) bedeutet soviel wie nah an der Realität. Damit ist gemeint, dass die Realität künstlich (virtuell) via Computer nachgebaut wird. Um diese virtuelle Realität sehen zu können bzw. sich in dieser bewegen zu können sind so genannte VR-Brillen nötig.

Augmented Reality (AR) bedeutet so etwas wie erweiterte Realität. Dabei wird die Realität mit der virtuellen Realität verbunden. Wie? Indem VR-Elemente in die reale Welt eingespeist werden. Das wohl bekannteste Beispiel hierfür ist das für Smartphones konzipierte AR-Spiel Pokémon Go.

Mixed Reality (MR) verbindet die VR- und AR-Welten miteinander oder zumindest bestimmte Aspekte aus den jeweiligen Welten.

Zusammenfassung: Sowohl Augmented Reality als auch Mixed Reality beinhalten Elemente der realen Welt. Virtual Reality dagegen steht für sich allein und schirmt so den Nutzer von der Außenwelt, der Realität, ab.

 

360 Grad Inhalte

Nicht nur Facebook und YouTube bieten, seit einiger Zeit, die Möglichkeit 360 Grad Videos hochzuladen und anzusehen. Auch eine Reihe von Filmen und Dokumentationen wurden in 360 Grad aufgenommen und stehen Interessierten auf verschiedenen Webseiten und in Apps zum Anschauen zur Verfügung. Wer keine VR-Brille besitzt, kann die Videos auch ohne ansehen. Hier ein Beispiel:

 

Vice News VR: Millions March

Die erste VR-Reportage der Welt heißt „Vice News VR: Millions March“. Menschen, die sich eine VR-Brille aufsetzen und den Film starten, finden sich plötzlich inmitten eines Demonstrationszuges gegen Polizeigewalt in New York City wieder.

 

Diese Dokumentation ist über die Within Webseite oder die App verfügbar, sie ist aber auch bei YouTube zu finden.

 

Virtual und Augmented Reality- Brillen

VR und AR Brillen gibt es mittlerweile einige auf dem Markt. Wir stellen hier drei davon einmal kurz vor:

virtual-reality-brilleOculus Rift

Eine VR-Brille, die es seinem Nutzer ermöglicht in eine virtuelle Realität einzutauchen. Im Jahr 2014 hat Facebook die Firma Oculus VR, die hinter der Oculus Rift steckt, aufgekauft.

Google Cardboard

Googles Brille aus Karton ist die günstige Variante einer VR-Brille. Google verkauft die Brille über seinen eigenen Shop, jedoch sind ähnliche Brillen auch über andere Anbieter zu bekommen. Sogar das Selbstbauen einer VR-Brille ist möglich und scheint auch nicht zu kompliziert zu sein. Durch diese günstige Alternative zu anderen VR-Brillen, ist es jetzt auch der breiten Öffentlichkeit möglich sich dem Thema Virtual Reality anzunähern und sich mit den Funktionen und Erlebnissen, die es in diesem Bereich bereits gibt, vertraut zu machen. Neben der Brille selbst braucht man nur ein funktionierendes Smartphone nötig, um in die virtuelle Realität einzutauchen.

Microsoft HoloLens

Im Gegensatz zur Oculus Rift, Google Cardboard und anderen Virtual-Reality-Brillen, ist die HoloLens von Microsoft eine Augmented Reality Brille. Sie macht es möglich, dass virtuelle Elemente in die Realität eingespeist werden. Dabei wird mit Hologrammen gearbeitet.

 

Mixed Reality via Magic Leap

Vom Magazin „Wired“ als geheimnisvollstes Start-up Unternehmen der Welt betitelt, wollen wir Magic Leap natürlich in diesem Artikel nicht außen vor lassen. Magic Leap ist ein US-amerikanisches Start-up Unternehmen, angesiedelt in Florida. Das Unternehmen beschäftigt sich hauptsächlich mit Mixed Reality und konnte bereits Anfang dieses Jahres sehr viele und wichtige Investoren für sich gewinnen.

Einer dieser Investoren sagte kürzlich, gegenüber Forbes.com, folgendes über sein Investment:

„Wir haben in Magic Leap investiert, weil wir glauben, dass ihre Lightfield Technologie nach dem PC, dem Internet und dem Smartphone der nächste große Wendepunkt ist.“ – James Joaquin von Obvious Ventures

Auf der Webseite des Unternehmens sind kurze Videoclips verfügbar, die aufzeigen sollen, was mit Magic Leaps Technologie möglich ist. Diese Videos geben aber nur wenig Auskunft darüber, an was genau dort gearbeitet wird, wie das Endprodukt aussehen wird, und wann mit einem „Erscheinungsdatum“ zu rechnen ist. In Interviews zu diesem Thema geben sich die Firma und deren CEO Rony Abovitz bedeckt. Auf die Frage, wann das Produkt der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, folgte bisher häufig einfach nur die Antwort: „Bald“.

 

VR-Erlebnisse auf dem South by Southwest Festival

Das South by Southwest Festival (SXSW) findet bereits seit 1989 jährlich in Austin, Texas statt. Es verbindet dabei Musik, Film und interaktive Medien. Außerdem finden auch Konferenzen zu den jeweiligen Fachbereichen statt. Im Jahr 2016 wurden auf der Konferenz auch Virtual Reality (VR) Projekte vorgestellt. Wir stellen hier ein paar besondere Live Erlebnisse vor:

 

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Samsung Gear VR & Six Flags Achterbahnfahrt

Samsung hat in Kooperation mit dem Freizeitparkbetreiber Six Flags ein spannendes Virtual Reality Live Erlebnis kreiert. Interessierte konnten im Rahmen des Festivals in einer von zwei virtuellen Achterbahnen fahren. Zusätzlich zur VR-Brille von Samsung saßen die Teilnehmer dabei in, sich passend zur Fahrt bewegenden, Sesseln.

 

McDonalds interaktives Live Erlebnis

Eins weiteres Live Erlebnis war das interaktive „Inside Happy Meal“  Erlebnis von McDonalds. Ausgestattet mit VR Brillen wurde es Besuchern dabei ermöglicht sich, via virtueller Realität, in ein Happy Meal hineinzubegeben. Im Happy Meal selber konnten die Teilnehmer dann das Happy Meal, mithilfe von Tools wie der Tilt Brush von Google, von innen gestalten. Circa 1,200 Besucher des SXSW Festivals haben diese Möglichkeit wahrgenommen.

 

Virtuelle Realität und Webshops

Virtual Reality hat nicht nur im Gaming Bereich eine Zukunft. Auch viele weitere Bereiche können von VR profitieren. Neben der Reiseindustrie zählen vor allem auch der Verkauf und das Marketing dazu. Einkaufen in einem VR-Shop ist also nicht so weit weg wie vielleicht vermutet. Siehe dazu das Beispiel von Alibaba und dessen Buy+ Konzept:

 

Alibaba Buy+

Das Buy+ Konzept vom Internetkonzern Alibaba wurde erstmalig beim Taobao Maker Festival vorgestellt. Besuchern des Festivals war es möglich eine VR-Brille aufzusetzen und damit in einem virtuellen Store, Produkte an Modellen und mit 360 Grad Blick anzuschauen. Langfristig plant Alibaba wohl auch den Anbietern auf seiner Plattform die Möglichkeit zu geben, eigene virtuelle Produktbestände und Verkaufsräume zu entwickeln bzw. einzurichten.

 

In einem Tweet vom 20. Oktober dieses Jahres zeigt die Alibaba Group schon mal, wie das Ganze einmal aussehen soll:

 

Alibaba gründet GnomeMagic Lab

Das Unternehmen hat ein Virtual Reality Forschungslabor, namens GnomeMagic Lab, gegründet, welches Händlern dabei helfen soll, ihre Produkte auch als 3D Objekte zu erschaffen und ihre virtuellen Wünsche in die Realität umzusetzen. Es sollen VR und AR Technologien entwickelt werden, die kostengünstig sind. Alles natürlich immer im Hinblick darauf, dass Händler, die via Alibaba verkaufen, in Zukunft virtuelle 3D Produkte über eigens erstellte virtuelle Verkaufsräume verkaufen können.

 

eBay VR-Shop Australien

In Australien hat Ebay, für einen begrenzten Zeitraum, einen virtuellen Store eröffnet. Mithilfe von VR-Brillen, die der Google Cardboard ähneln, konnten Einkäufer einen Blick in den Store werfen. Natürlich funktioniert das Shop-Erlebnis auch mit anderen VR-Brillen. Ausgewählt wird im Shop selber übrigens nicht über Controller, sondern mit den Augen. Wenn ein Einkäufer ein Produkt oder einen Button länger ansieht, dann wird dieses/r ausgewählt. Nicht alle gezeigten Produkte sind dabei in 3D Ansicht verfügbar. Einzig für die Bezahlung der ausgewählten Produkte muss die virtuelle Realität verlassen werden. Die erfolgt nämlich in der Ebay-App.

 

Cimagine – Augmented Commerce App

augmented-reality-commerceDie Firma Cimagine Media bietet Augmented Reality Lösungen, also erweiterte Handelsmöglichkeiten, für den Verkauf an. Nutzer können sich die Cimagine App aus dem App Store herunterladen und diese dazu benutzen, ihrem Zuhause oder anderen beliebigen Orten, mithilfe von Augmented Reality, Möbel oder andere Gegenstände hinzuzufügen. Nicht sicher, ob ein rotes Sofa im eigenen Wohnzimmer gut aussehen würde? Einfach mal mit Cimagine ausprobieren. Die App scannt dabei zu Beginn den betreffenden Raum und fügt dann ausgewählte Möbelstücke ins Bild ein. Auch Ikea hat in seiner Katalog App eine ähnliche Funktion eingebaut.

 

Sicherheitsbedenken, Probleme & Risiken

Natürlich gibt es auch bei diesem Thema Sicherheitsbedenken. Wohin mit all den Daten die gesammelt werden. Übersteigt die Masse an Daten evtl. die vorhandenen Speicherkapazitäten? Wie sieht es mit dem Datenschutz und der Privatsphäre der Nutzer aus? Wenn jeder Schritt und jede Aktion, die getan wird während man ein VR, AR oder MR fähiges Gerät, beispielsweise eine Brille, trägt aufgezeichnet wird, wer könnte die Daten dann wie nutzen oder auch missbrauchen? Regierungen evtl.?

Ein weiteres Problem ist das Auftreten von Unwohlsein während des Aufenthaltes in virtueller Realität. Nutzer von VR Brillen berichten bisweilen von Übelkeit und Krankheitserscheinungen nach oder während der Nutzung eines solchen Geräts.

Klar ist, dass über kurz oder lang Regelungen und Lösungen für diese Probleme gefunden werden müssen.

 

Ausblick

In diesem Marktbereich ist viel Bewegung zu beobachten. Große Konzerne und Unternehmen wie Facebook, Microsoft, Samsung, Amazon, die Alibaba Group, Google und andere investieren in großem Stil in Startups und damit in die Entwicklung und Forschung von Technologien aus den Bereichen Virtual, Augmented und Mixed Reality. Damit signalisieren sie nicht nur, dass sie von der Technologie einiges erwarten, sondern auch, dass sie in Zukunft auf diese Technologie auch setzen wollen.

Wie sich das alles tatsächlich entwickelt wird sich zeigen. Wir sind jedenfalls gespannt, werden das Thema natürlich weiterhin verfolgen und eine VR-Brille steht auch schon auf der Wunschliste.

 Quellen: TechTimes, Endgadget.com, sxsw.com, Adweek.com, Unrealengine.com, Augment.com, cnbc.com, Mashable.com, magicleap.com, wired.com, Youtube.com, Forbes.com, Cimagine.com